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Kosten des Zahlungsverkehrs: Margenkiller im Online-Handel |
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Kreditkarte
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Zahlungstransaktionen beschreibt das Zahlverhalten deutscher und
internationaler Online-Shopper „Natürlich will jeder Online-Händler sein Geld vom Käufer für die bestellte Ware haben und fürchtet den Zahlungsausfall,“ sagt Rüdiger Trautmann, CEO Pago, „aber der Margenkiller sitzt woanders – bei den Folgekosten des Zahlungsverkehrs.“ Jedes Mal, wenn ein Shopper in einem Online-Shop seinen Warenkorb gefüllt hat und „zur Kasse“ geht, entstehen dem Händler Kosten – unabhängig davon, auf welche Weise er den Kaufprozess abwickelt oder abwickeln lässt. Der Idealfall sieht so aus, dass der Kunde eine Zahlart auswählt, den Kauf auslöst und der Kaufpreis zeitnah beim Händler eingeht. Die Probleme beginnen aber schon bei der Eingabe der persönlichen und der Bankdaten; jede Fehleingabe durch den Shopper kann zu erhöhtem Aufwand und damit höheren Transaktionskosten führen. Unter diesem Gesichtspunkt schneiden sogar die als absolut sicher geltende Zahlarten Vorkasse und Nachnahme schlecht ab. Das Hauptproblem beim Kauf auf Vorkasse liegt in der Zeitspanne zwischen der Bestellung durch den Shopper und dem tatsächlichen Geldeingang. Während dieser Zeit muss der Online-Händler die bestellte Ware vorhalten und das erzeugt Kosten. Nicht selten überlegt es sich der Kunde anders und lässt der Bestellung gar keine Zahlung folgen; der Händler hat aber die Prozesskosten rund um die Bestellung trotzdem zu tragen. Ähnliches gilt für die Zahlart Nachnahme. Laut der Ergebnisse der Pago-Studie 2003, die auf der Auswertung von 3,67 Millionen Transaktionen im Jahr 2002 beruht, beträgt die Schlechtrate bei dieser Zahlart immerhin 5% (mit dem Begriff „Schlechtrate“ wird dabei der Anteil an Transaktionen bezeichnet, bei denen ein Vorgang ins Mahnwesen überführt wurde). Die Ursachen für diese hohe Schlechtrate bei der Nachnahme sind nach den Erfahrungen der Pago-Experten meist bei Problemen in der Zuordnung von Zahlungseingängen zu Käufen zu suchen. Diese Probleme bringen zwangsläufig zusätzliche Transaktionskosten mit sich. Der gerade von deutschen Online-Shoppern häufig gewählte Kauf auf Rechnung ist nicht nur in Sachen Zahlungsausfall problematisch (Schlechtrate: 12,5%), sondern zählt allein wegen der Tatsache, dass dabei Rechnungsdokumente – elektronisch oder gedruckt – zu erstellen und zu versenden sind, zu den Zahlarten mit dem höchsten Prozessaufwand und damit auch hohen Transaktionskosten. Das sieht sowohl beim elektronischen Lastschriftverfahren als auch bei der Kreditkarte anders aus. Dies sind reine Online-Zahlarten, bei denen der komplette Prozess ohne Medienbruch auskommt.
Bei der Lastschrift schlägt das Rücklastschriftrisiko mit 4,8% auf die Händlermarge. Bei der Kreditkarte steht die Tatsache im Vordergrund, dass im deutschen Online-Handel laut den Ergebnissen der Pago-Studie 2003 insgesamt 12,6% aller begonnenen Kreditkartentransaktionen nicht erfolgreich abgewickelt werden, es also nicht zum Kauf kommt. Dies geschieht überwiegend dadurch, dass die angegebene Kartennummer vom Autorisierungssystem abgelehnt wird. Trotzdem entstehen dem Online-Händler also bei jeder achten Kreditkartentransaktion Kosten, ohne dass es er seine Ware verkaufen kann. „Wir empfehlen unseren Mandanten trotzdem die Kreditkarte als Zahlart anzubieten“, erklärt Rüdiger Trautmann, „weil nur so deutsche Online-Shops für internationale Käufer interessant werden. Allerdings unter der zwingenden Voraussetzung, dass der Online-Händler geeignete Prüf- und Betrugsabwehrmechanismen einsetzt. Im nationalen Bereich möchten wir die Online-Händler gerne von der modernen Zahlart Online-Überweisung überzeugen – denn durch das PIN-/TAN-Verfahren besteht maximal Zahlungssicherheit und -geschwindigkeit bei gleichzeitig sehr günstigen Transaktionskosten.“ |
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